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Past Events 2015

Deutsch-Indischer Konzertabend

09. Dezember 2015, 20 Uhr

 "Roots and Shoots - Wurzeln und neue Triebe"  - Indische und deutsche Musiker im Dialog der Kulturen

Venue: Aula Uni Köln

  • Hindol Deb, Sitar  
  • Paras Nath, Flöte
  • Amit Mishra, Tabla
  • Matthias Muche, Posaune
  • Sebastian Gramss, Kontrabass        
  • Erwin Ditzner, Schlagzeug und Percussion

Im Rahmen der von Collegium Musicum veranstalteten Universitätskonzerte konzertieren Sebastian Gramss und Hindol Deb zusammen mit je zwei deutschen und indischen Musikern mit ihrem Programm "Roots and Shoots". Das Konzept des Konzertes ist in der freien Jazz- und Weltmusikszene sehr gefragt und ist in Zeiten von Migration und Globalisierung hochaktuell. Hier scheint es, als sei der Kontakt verschiedener Kulturen in der Musik so viel einfacher als in der gesellschaftlichen Realität.

 

International Workshop

24.-27. November 2015

Transforming Africa - Africa transforming?

Venue: STIAS, Stellenbosch (South Africa)

Sub-Saharan Africa has for long been associated with foreign extraction and appropriation of its natural resources, in particular mineral resources and land. Resulting from foreign, but also local, struggles over these resources the continent continues to face various environmental and social issues.

Starting with European colonialism, we addressed in three panels a number of historical, contemporary and future issues respectively. This offered the opportunity for a lively discussion about continuity and change in the context of Africa’s resources – including the role of foreign investment, local African dynamics, and the interactions between them.

The first panel „Past visions of the future. Ecological anxieties and land in Sub-Saharan Africa, 1870 – 1950“ brought together case studies on convictions of forest loss, anxieties about the rapid advance of desertification, desiccation and land degradation, as well as more recent concerns with climate change and declines in biodiversity.

The second panel „Foreign investment and sustainable development in contemporary African economies“ explored contemporary interactions between foreign investments and the African context in which these investments materialize.

The third panel „Transforming the future of Africa“ focused on future uses of resources in Africa with an emphasis on land. Contributors provided cases of competing claims to land and discussed questions of access to land and its resources.

Program International Workshop

Africa_Programm_final2.pdf
(PDF)

Workshop

20.-21. November 2015

"Flucht in Literatur, Theater und Medien des 21. Jahrhunderts - kulturwissenschaftliche Perspektiven"

Dem aktuellen und brisanten Thema der „Flucht in Literatur, Medien und Theater“ widmet sich der öffentliche, kulturwissenschaftliche Workshop der Universität zu Köln am Freitag, 20. November 2015, ab 14 Uhr. Moderiert von Dr. Antje Arnold und Dr. Wiebke Dannecker diskutieren Germanisten, Anglisten und Afrikanisten über die Darstellbarkeit von Flucht und über eine „neue Sprache“ für das Krisenphänomen. Die Schriftsteller Christof Hamann und Reinhard Kleist sprechen darüber, wie man sich dem Thema „Fremdheit“ nähern kann. Wir fragen uns: Wie sind die Reaktionen auf das Flucht-Comic „Der Traum von Olympia“? Welchen Beitrag leistet die Literatur in der derzeitigen Auseinandersetzung mit Flüchtlingsfragen?

Interessierte sind herzlich willkommen!

Termin: Freitag, 20.11.15

10-12 Uhr, Theater im Bauturm (Aachener Straße 24-26, Köln)

14-20 Uhr, Raum 0.105 (EG, Gronewaldstr. 2, 50931 Köln).

 

Liste der aktiv Teilnehmenden

Dr. Antje Arnold (IDSL II, UzK)

Dr. Wiebke Dannecker (IDSL II, UzK)

Prof. Dr. Heinz Antor (Englisches Seminar I, UzK)

Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst (Afrikanistik, UzK)

Prof. Dr. Christof Hamann (IDSL I, UzK, eingeladen als Autor)

Anja Funk (Missio-Referentin)

Reinhard Kleist (Comic-Zeichner)

Emilia Haag (Theater im Bauturm, Köln)

Rebecca Madita Hundt (Theater im Bauturm, Köln)

Alexander Stirnberg (Theater im Bauturm, Köln)

Patric Welzbacher (Theater im Bauturm, Köln)

Rüdiger Pape (Theater im Bauturm, Köln)

 

International Conference

18.-20. November 2015

 "Heritage in Practice - Conflicting Concepts and Changing Power Relations"

The Competence Area IV hosted, in cooperation with the UoC Forum on Cultural Heritage in Africa and Asia, an international conference on critical approaches to Intangible Heritage. On November 20th, 2015, a group of internationally renowned scholars came together to discuss the impact of power relations in imperial formations, notions of ownership, exclusion, subalternity and voice, but also aspects of appropriation of epistemologies and concepts.

The conference thereby addressed various debates led in critical heritage studies, sociolinguistics and postcolonial studies on how the actual idea of Cultural Heritage, its inscription practices, discourses on sustainability and valorisation, as well as the marketing and tourism practices associated with it largely tend to negate the continuing power inequalities and colonial settings in which ”safeguarding“ itself takes place. Concepts of Intangible Heritage developed in the North have been critically examined in their potential to adapt marginalized societies and practices to neoliberalism, continuously commodifying people and their lives, constructing them as possessions of humankind, and linking places and practices through property regimes. At the same time, southern forms of heritaging and heritage concepts existing in the South were presented, showing the multiplicity of practices, the powerful impact of (often subversive) counter-discourses and the agency of local players.

Participants were Laura Jane Smith (ANU, Canberra), Nick Shepherd, Ana Deumert & Nkululeko Mabandla (all UCT, Cape Town), Friederike Lüpke (SOAS, London), Tilman Lenssen-Erz, Andrea Hollington & Chris Bongartz (UoC, Cologne), host was Anne Storch (UoC, Cologne).

International Workshop

17. November 2015

"Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien"

Die „Make in India“-Initiative prägte die Hannover Messe im April. Im Nachgang schließt sich die Frage an, wie „Skill-India“ gestaltet werden muss, um die Fachkräfte für die Umsetzung dieses Vorhabens auszubilden. Welche Rolle Deutschland und die verschiedenen Akteure der Berufsbildung dabei spielen, wurde am 17. November 2015 an der Universität zu Köln diskutiert.

Das Zentrum für Moderne Indienstudien der Universität zu Köln (CMIS-UC) unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Pilz richtete dazu einen Workshop mit dem Titel „Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien“ aus. Es kamen Experten aus den involvierten Ministerien, dem Bundesinstitut für Berufsbildung, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, der Wirtschaft sowie von Forschungseinrichtungen an der Universität zu Köln zusammen. Die offene Atmosphäre und das fundierte Diskussionsklima unterstützten den Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Der Workshop wurde durch den Deutschen Akademischen Austausch Dienst mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie durch das Kompetenzfeld IV - Kulturen und Gesellschaften im Wandel und das International Office der Universität zu Köln finanziell unterstützt.

Am 17. November 2015 richtet das Zentrum für moderne Indienstudien der Universität zu Köln (CMIS-UC) einen Workshop zu dem Thema „Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien“ aus. Ziel des Workshops ist ein offener Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu dem Thema Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien. Es werden vier Workshops zu den Oberthemen „Finanzierung“, „Positionierung“, „Policy Transfer“ und „Projektgestaltung“ angeboten. Der Workshop wird durch

Am 17. November 2015 richtet das Zentrum für moderne Indienstudien der Universität zu Köln (CMIS-UC) einen Workshop zu dem Thema „Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien“ aus. Ziel des Workshops ist ein offener Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu dem Thema Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien. Es werden vier Workshops zu den Oberthemen „Finanzierung“, „Positionierung“, „Policy Transfer“ und „Projektgestaltung“ angeboten. Der Workshop wird durch

Am 17. November 2015 richtet das Zentrum für moderne Indienstudien der Universität zu Köln (CMIS-UC) einen Workshop zu dem Thema „Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien“ aus. Ziel des Workshops ist ein offener Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu dem Thema Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien. Es werden vier Workshops zu den Oberthemen „Finanzierung“, „Positionierung“, „Policy Transfer“ und „Projektgestaltung“ angeboten. Der Workshop wird durch

Am 17. November 2015 richtet das Zentrum für moderne Indienstudien der Universität zu Köln (CMIS-UC) einen Workshop zu dem Thema „Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien“ aus. Ziel des Workshops ist ein offener Erfahrungsaustausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu dem Thema Policy Transfer in der Berufsbildung in Indien. Es werden vier Workshops zu den Oberthemen „Finanzierung“, „Positionierung“, „Policy Transfer“ und „Projektgestaltung“ angeboten. Der Workshop wird durch

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Fotoausstellung und Filmwoche

20. Oktober - 06. November 2015

 "Gegen das Vergessen: zum Gedenken an den 50. Jahrestag des Massenmordes von 1965 in Indonesien"

Venue: Artium des Philosophikums, Universität zu Köln

Mo.-Fr. 07:00 Uhr - 21:30 Uhr, Sa. 08:00 Uhr - 15:30 Uhr

Die Veranstaltungen "Gegen das Vergessen: zum Gedenken an den 50. Jahrestag des Massenmordes von 1965 in Indonesien" sollte das Massaker von 1965 der Weltöffentlichkeit bekannter machen. In den Jahren 1965 bis 1966 wurden etwa 500.000 bis eine Millionen Kommunisten und vermeintliche Sympathisanten in Indonesien ermordet. In Jahr 2015 wurde des 50. Jahrestages der Massaker gedacht. Jedoch bleibt die Frage nach der Aufklärung der Verbrechen immer noch unbeantwortet. Das Ziel der Fotoausstellung und der Filmwoche war es, die nicht anerkannten und nicht aufgeklärten Massaker in Indonesien in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und einen politischen und kulturellen Austausch zu vermitteln. Unsere Zielgruppe waren nicht nur Studierende des Regionalbereichs Indonesien des Orientalischen Seminars der Universität zu Köln, sondern sollte ebenso interessierte Personen aus anderen Fakultäten und Organisationen ansprechen. Die Veranstaltungen wurden durch die Unterstützung u.a. von der Competence Area IV ermöglicht.

Interview mit dem Filmemacher Joshua Oppenheimer über seine Filme "The Act of Killing" und "The Look of Silence", das während der indonesischen Filmwoche an der Universität zu Köln entstanden ist:

https://www.youtube.com/watch?v=dXs9TMvGKyc

 

Interview mit dem Filmemacher Joshua Oppenheimer

über seine Filme: The Act of Killing und The Look of Silence

Live-Unterview via Skype während der Indonesischen Filmwoche an der Universität zu Köln, Oktober 2015

über seine Filme: The Act of Killing und The Look of Silence

Live-Unterview via Skype während der Indonesischen Filmwoche an der Universität zu Köln, Oktober 2015

Programm zur Filmwoche

Filmwoche_Koeln.pdf
(PDF)

International Workshop

19.-20. Oktober 2015

 "Jugend in der Diktatur - aktuelle erzählerische Annäherungen"

In vielen Gesellschaften, die im 20. Jahrhundert eine – oder gar zwei – Diktaturen erleben mussten, wächst seit einigen Jahren das Interesse an einer neuen Auseinandersetzung mit diesen historischen Epochen. Die zeitgenössische Erzählliteratur aus Argentinien, Deutschland und Spanien bietet hierzu eine Reihe von beeindruckenden Beispielen, die alle die Erfahrungen von jungen Menschen in den Blick nehmen und einmal mehr die Möglichkeiten der Erzählliteratur – auch der graphischen – vor Augen führt.

Im Workshop ging es darum, im Gespräch mit Autor*innen, Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen und Student*innen zentralen Aspekten dieser Texte nachzugehen. Warum stellen sie Kinder und Heranwachsende in den Mittelpunkt? Welches Verhältnis zwischen Fiktion und Fakten entwerfen sie? Wo siedeln sie sich an im Übergangsbereich von kollektiver Erinnerung und kulturellem Gedächtnis? Und schließlich: welche Sinnbildung wollen sie im gesellschaftlichen Kontext befördern?

Weitere Informationen:

http://romanistik.phil-fak.uni-koeln.de/index.php?id=23433

 

Programm des Workshops:

Interdisziplinärer Workshop

13. Oktober 2015

"Phänomenologie der sozialen Welt im Wandel. Universalismus – Eurozentrismus – Relativismus.

 

Venue: a.r.t.e.s.-Gebäude, Aachener-Str. 217, Seminarraum 3. OG, 09:45-18:00 Uhr

Der Workshop „Phänomenologie der sozialen Welt im Wandel“, der als Kooperation mit der Competence Area IV und der a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities an der Universität zu Köln durchgeführt wurde, machte sich zum Ziel, die Kooperation von Philosophie und Ethnologie zu fördern. Im Speziellen ging es um die Möglichkeiten eines phänomenologischen Ansatzes in der Kulturforschung, sowohl in historischer als auch in systematischer Perspektive. Hierzu diskutierten ausgewiesene Vertreter der Ethnologie und der phänomenologischen Philosophie (u.a. vom Kölner Husserl-Archiv), insbesondere über methodologische Fragen im Spannungsfeld von Universalismus, Eurozentrismus und Relativismus.

Programm des Workshops

 

International Conference

23.-26.09.2015

 "Gender und Empire. Exploring Comperative Perspectives and Intersectional Approaches"

Scholars have been exploring the history of women, gender and empire for more than three decades. Starting off by questioning the notion of colonialism as an exclusively male endeavor, they did not just add the stories of white and colonized women to the historiography on empire. They explored the effects of colonization on indigenous and migrant women and stressed the centrality of western women to the imperial project, but went on to expose colonialism itself as a fundamentally gendered project. However, despite the large body of literature that has been produced over years the history of gender and empire is far from told. On the contrary, the amount of scholarship has only served to reveal the complexity of colonial gender practices, relations and ideologies.

Focusing on how gender intersected with other social categories such as race, class, religion and sexuality the conference reexamined the interconnected histories of gender and empire. At the same time it strived for a comparative perspective of the subject in order to address similarities and differences between various colonial and imperial settings.

The papers dealt with key issues of colonial and gender history such as intimacy, sexuality, war, labor or education. They focussed on various imperial formations from “typical” colonies in Africa or Asia, to settler, colonial settings and imperial peripheries within Europe or Asia.

The conference was held in English. Participation was for free.

Summer School

05.-12. September 2015

"Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Post-Konflikt-Gesellschaften des Globalen Südens"

In den letzten beiden Jahrzehnten lässt sich beobachten, dass Gesellschaften, die traumatische historische Gewalterfahrungen durchgemacht haben, in vielen Fällen (aber längst nicht in allen) ein besonderes und besonders großes Interesse am Umgang mit dieser Vergangenheit entwickeln. Diese Befassung ist zugleich Ergebnis wie Faktor gesellschaftlicher und kultureller Veränderung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Erinnerungskultur im Sinne von kollektiver Erinnerung – die sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Medien manifestiert – und der Geschichtspolitik oder genauer „Geschichtsbildpolitik“, verstanden als Förderung von öffentlichen Erinnerungen aus politischen Gründen und zu politischen Zwecken. Zugleich muss in diesem Kontext die Frage der Übermittlung von Erinnerung zwischen den Generationen berücksichtigt werden, die etwa seit der Jahrtausendwende unter den Stichworten „memory“ und „post-memory“ intensiv und engagiert diskutiert wird, gerade auch in und für die Post-Konflikt-Gesellschaften Lateinamerikas. Die internationalen Theorieentwicklungen zum Thema (v.a. in Deutschland, USA) müssen folglich von Beginn an in die kritische Reflexion einbezogen werden. Das gilt ebenso für die rasch zunehmende Internationalisierung der kollektiven Erinnerung von traumatischen historischen Ereignissen, z.B. im Rahmen von Anklagen und Prozessen vor Internationalen Gerichtshöfen, aber auch durch Aneignung und Medialisierung in und für internationale Kontexte bzw. Rezipienten, die in Wechselwirkung mit den Verhältnissen und Dynamiken vor Ort stehen. Regionale Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit waren dieses Mal die Gesellschaften des Cono Sur, d.h. Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay. Zum Vergleich wurde eine Arbeitssitzung zu Fallbeispielen aus anderen Regionen gewidmet.

In den letzten beiden Jahrzehnten lässt sich beobachten, dass Gesellschaften, die traumatische historische Gewalterfahrungen durchgemacht haben, in vielen Fällen (aber längst nicht in allen) ein besonderes und besonders großes Interesse am Umgang mit dieser Vergangenheit entwickeln. Diese Befassung ist zugleich Ergebnis wie Faktor gesellschaftlicher und kultureller Veränderung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Erinnerungskultur im Sinne von kollektiver Erinnerung – die sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Medien manifestiert – und der Geschichtspolitik oder genauer „Geschichtsbildpolitik“, verstanden als Förderung von öffentlichen Erinnerungen aus politischen Gründen und zu politischen Zwecken. Zugleich muss in diesem Kontext die Frage der Übermittlung von Erinnerung zwischen den Generationen berücksichtigt werden, die etwa seit der Jahrtausendwende unter den Stichworten „memory“ und „post-memory“ intensiv und engagiert diskutiert wird, gerade auch in und für die Post-Konflikt-Gesellschaften Lateinamerikas. Die internationalen Theorieentwicklungen zum Thema (v.a. in Deutschland, USA) müssen folglich von Beginn an in die kritische Reflexion einbezogen werden. Das gilt ebenso für die rasch zunehmende Internationalisierung der kollektiven Erinnerung von traumatischen historischen Ereignissen, z.B. im Rahmen von Anklagen und Prozessen vor Internationalen Gerichtshöfen, aber auch durch Aneignung und Medialisierung in und für internationale Kontexte bzw. Rezipienten, die in Wechselwirkung mit den Verhältnissen und Dynamiken vor Ort stehen. Regionale Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit sind dieses Mal die Gesellschaften des Cono Sur, d.h. Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay. Zum Vergleich wird eine Arbeitssitzung zu Fallbeispielen aus anderen Regionen gewidmet.

In den letzten beiden Jahrzehnten lässt sich beobachten, dass Gesellschaften, die traumatische historische Gewalterfahrungen durchgemacht haben, in vielen Fällen (aber längst nicht in allen) ein besonderes und besonders großes Interesse am Umgang mit dieser Vergangenheit entwickeln. Diese Befassung ist zugleich Ergebnis wie Faktor gesellschaftlicher und kultureller Veränderung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Erinnerungskultur im Sinne von kollektiver Erinnerung – die sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Medien manifestiert – und der Geschichtspolitik oder genauer „Geschichtsbildpolitik“, verstanden als Förderung von öffentlichen Erinnerungen aus politischen Gründen und zu politischen Zwecken. Zugleich muss in diesem Kontext die Frage der Übermittlung von Erinnerung zwischen den Generationen berücksichtigt werden, die etwa seit der Jahrtausendwende unter den Stichworten „memory“ und „post-memory“ intensiv und engagiert diskutiert wird, gerade auch in und für die Post-Konflikt-Gesellschaften Lateinamerikas. Die internationalen Theorieentwicklungen zum Thema (v.a. in Deutschland, USA) müssen folglich von Beginn an in die kritische Reflexion einbezogen werden. Das gilt ebenso für die rasch zunehmende Internationalisierung der kollektiven Erinnerung von traumatischen historischen Ereignissen, z.B. im Rahmen von Anklagen und Prozessen vor Internationalen Gerichtshöfen, aber auch durch Aneignung und Medialisierung in und für internationale Kontexte bzw. Rezipienten, die in Wechselwirkung mit den Verhältnissen und Dynamiken vor Ort stehen. Regionale Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit sind dieses Mal die Gesellschaften des Cono Sur, d.h. Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay. Zum Vergleich wird eine Arbeitssitzung zu Fallbeispielen aus anderen Regionen gewidmet.

In den letzten beiden Jahrzehnten lässt sich beobachten, dass Gesellschaften, die traumatische historische Gewalterfahrungen durchgemacht haben, in vielen Fällen (aber längst nicht in allen) ein besonderes und besonders großes Interesse am Umgang mit dieser Vergangenheit entwickeln. Diese Befassung ist zugleich Ergebnis wie Faktor gesellschaftlicher und kultureller Veränderung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Erinnerungskultur im Sinne von kollektiver Erinnerung – die sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Medien manifestiert – und der Geschichtspolitik oder genauer „Geschichtsbildpolitik“, verstanden als Förderung von öffentlichen Erinnerungen aus politischen Gründen und zu politischen Zwecken. Zugleich muss in diesem Kontext die Frage der Übermittlung von Erinnerung zwischen den Generationen berücksichtigt werden, die etwa seit der Jahrtausendwende unter den Stichworten „memory“ und „post-memory“ intensiv und engagiert diskutiert wird, gerade auch in und für die Post-Konflikt-Gesellschaften Lateinamerikas. Die internationalen Theorieentwicklungen zum Thema (v.a. in Deutschland, USA) müssen folglich von Beginn an in die kritische Reflexion einbezogen werden. Das gilt ebenso für die rasch zunehmende Internationalisierung der kollektiven Erinnerung von traumatischen historischen Ereignissen, z.B. im Rahmen von Anklagen und Prozessen vor Internationalen Gerichtshöfen, aber auch durch Aneignung und Medialisierung in und für internationale Kontexte bzw. Rezipienten, die in Wechselwirkung mit den Verhältnissen und Dynamiken vor Ort stehen. Regionale Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit sind dieses Mal die Gesellschaften des Cono Sur, d.h. Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay. Zum Vergleich wird eine Arbeitssitzung zu Fallbeispielen aus anderen Regionen gewidmet.

In den letzten beiden Jahrzehnten lässt sich beobachten, dass Gesellschaften, die traumatische historische Gewalterfahrungen durchgemacht haben, in vielen Fällen (aber längst nicht in allen) ein besonderes und besonders großes Interesse am Umgang mit dieser Vergangenheit entwickeln. Diese Befassung ist zugleich Ergebnis wie Faktor gesellschaftlicher und kultureller Veränderung. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Erinnerungskultur im Sinne von kollektiver Erinnerung – die sich in einer Vielzahl unterschiedlicher Formen und Medien manifestiert – und der Geschichtspolitik oder genauer „Geschichtsbildpolitik“, verstanden als Förderung von öffentlichen Erinnerungen aus politischen Gründen und zu politischen Zwecken. Zugleich muss in diesem Kontext die Frage der Übermittlung von Erinnerung zwischen den Generationen berücksichtigt werden, die etwa seit der Jahrtausendwende unter den Stichworten „memory“ und „post-memory“ intensiv und engagiert diskutiert wird, gerade auch in und für die Post-Konflikt-Gesellschaften Lateinamerikas. Die internationalen Theorieentwicklungen zum Thema (v.a. in Deutschland, USA) müssen folglich von Beginn an in die kritische Reflexion einbezogen werden. Das gilt ebenso für die rasch zunehmende Internationalisierung der kollektiven Erinnerung von traumatischen historischen Ereignissen, z.B. im Rahmen von Anklagen und Prozessen vor Internationalen Gerichtshöfen, aber auch durch Aneignung und Medialisierung in und für internationale Kontexte bzw. Rezipienten, die in Wechselwirkung mit den Verhältnissen und Dynamiken vor Ort stehen. Regionale Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit sind dieses Mal die Gesellschaften des Cono Sur, d.h. Argentinien, Chile, Paraguay und Uruguay. Zum Vergleich wird eine Arbeitssitzung zu Fallbeispielen aus anderen Regionen gewidmet.

Programm der Summer School

Programm_Summer_School.pdf
(PDF)

Ausstellung und Kunstprojekt mit ägyptischen Künstlern

9. - 29. August 2015

 

„Spaces. Perception | Reflection | In-ter-vention”

 

Ammar Abo Bakr | Engy Aly | Medhat Amin | Andeel | Ganzeer | Monti |Ahmad Nady | Mohammed Shennawy | Aya Tarek

 

Eröffnung: Samstag, 8. August, 19 Uhr

 

Venue: Ausstellung bei CAT Cologne e.V., Venloer Str. 24, 50672 Köln

Die Ausstellung „Spaces. Perception | Reflection | In-ter-vention” beschäftigte sich mit der Wahrnehmung, der Reflektion und der Interaktion in und mit Räumen. Insbesondere in den heutigen Städten wird Raum permanent verhandelt, etwa wenn es um Repräsentationen von Geschichte, Kultur und politischer sowie ökonomischer Macht geht. Raum wird konstruiert, wirkt gleichzeitig aber auch konstruierend. Doch der Begriff wurde in der Ausstellung nicht nur physisch gedacht, sondern es wurden auch seine virtuellen und imaginierten Dimensionen erfasst. Die Künstler_innen Ammar Abo Bakr, Engy Aly, Medhat Amin, Andeel, Ganzeer, Monti, Monti & Islam Shabana / Alchem Studio, Ahmad Nady, Shennawy und Aya Tarek boten mit ihren Arbeiten also sehr unterschiedliche Perspektiven auf Räume: Fotografien, Graffiti, Malereien, Installationen, Grafiken, Comics und Karikaturen zeigten, hinterfragten und dekonstruierten diese in vielschichtiger Weise, schafften aber auch Zukunftsvisionen. 

Dabei verstand sich das Projekt als „work in progress”: Zu sehen waren zum Projektstart am 8. August bei CAT Cologne zunächst Werke, die sich mit Raum in Ägypten und den USA auseinandersetzten. Im Laufe des Ausstellungszeitraumes realisierten drei Künstler aus Kairo im Rahmen ihrer Residencies weitere Arbeiten, die sich mit Kölner Stadtvierteln beschäftigten und in der Interaktion mit diesen entstanden: ein Mural (dt. Wandbild) im Außenraum von Ammar Abo Bakr, fotografische Arbeiten von Medhat Amin und eine Intervention von Andeel. Begleitet wurde die Ausstellung unter anderem von Künstlergesprächen und Podiumsdiskussionen, Fotografie-, Comic- und Graffiti-Workshops sowie Film- und Vortragsabenden; ein Ausstellungsbooklet wird erscheinen. 

Köln bot den Auftakt des von Heidrun Mezger und Fabian Heerbaart kuratierten Ausstellungsprojektes, das nachfolgend mit weiteren Städten Deutschlands und Ägyptens interagierte und sich als „work in progress“-Projekt fortlaufend verändern wurde. Die Kölner Ausstellung wurde mit CAT Cologne realisiert, gefördert wurde sie von der Universität zu Köln, Competence Area IV (Cultures and Societies in Transition). In der Recherchephase wurde das Projekt vom Goethe-Institut Kairo unterstützt. Die Wandmalerei von Ammar Abo Bakr entstand in Kooperation mit dem Cologne Urban Art Festival CityLeaks. 

Folgende Veranstaltungen standen auf dem Programm:

Samstag, 8. August, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung: Einführung von Fabian Heerbaart und Heidrun Mezger. Die Künstler Medhat Amin, Andeel und Islam Shabana waren anwesend.

Dienstag, 11. August, 19:30 Uhr
Künstlergespräch mit Andeel:
“film making between artistic experimentation and mainstream entertainment”.

Samstag, 15. August, 13 bis 16 Uhr
Fotografie-Workshop: Köln mit den Augen von Medhat Amin sehen und unter seiner Anleitung fotografieren. Anschließend gab der Künstler einen Einblick in die digitale Bearbeitung seiner Aufnahmen, denen er weitere Ebenen hinzufügte und so verschiedene subjektive Facetten gleichzeitig zeigte.

Samstag, 15. August, 19 bis 20 Uhr
Künstlergespräch mit Medhat Amin und Andeel mit Preview auf die im Rahmen ihrer Kölner Residencies entstehenden Arbeiten.

Mittwoch, 19. August, 19 bis 21 Uhr
Cartoon-Workshop: Der Künstler Andeel gab einen Einblick in die digitale Entstehung seiner Cartoons. Seine Arbeitsprozesse und –techniken konnten dabei durch die Übertragung per Leinwand nachverfolgt werden. Anschließend bestand die Möglichkeit, unter seiner Anleitung eigene Cartoons zu zeichnen.

Samstag, 29. August, ab 17 Uhr
Finissage
17 bis 18 Uhr: Öffentliche Kuratorenführung mit Fabian Heerbaart und Heidrun Mezger.
18 Uhr: Vortrag von Fabian Heerbaart, Doktorand an der Universität zu Köln, zum Werk von Ammar Abo Bakr. Anschließend Gespräch mit dem Künstler, der im September im Rahmen des CityLeaks Urban Art Festival ein großes Wandbild in Mühlheim realisierte.

Im September ging es dann weiter mit Workshops, Filmen und Künstlergesprächen bei CAT Cologne und in Zusammenarbeit mit dem CityLeaks Urban Art Festival in Mülheim.

 

Weitere Bilder der Ausstellung:

Medienbeiträge zur Ausstellung

Ammars Wandbild in Mülheim hat es erreicht: die Diskussion im öffentlichen Raum

Spiegel Online

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/street-art-in-aegypten-was-vom-arabischen-fruehling-uebrig-blieb-a-1054388.html


Kölner Stadtanzeiger

http://www.ksta.de/muelheim/empoerung-ueber-suizid-streetart-sote,15187568,32043322.html?dmcid=sm_fb_p

Trilaterales Kooperationsprojekt

 

10. Juli 2015, 19 Uhr

 

 Global Archives - Archive im 21. Jahrhundert: Archiv.br

 

Projektvorstellung und Abendvortrag

 

Venue: Tagungsraum im Seminargebäude, Universität zu Köln

Das trilaterale Kooperationsprojekt "Global Archives - Archive im 21. Jahrhundert: Archiv.br" erforscht und dokumentiert die Beteiligung deutschsprachiger Personen und Wissensträger an der Strukturierung der brasilianischen Gesellschaft seit dem 19. Jahrhundert. Es ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, der Universität von Paraná (Curitiba/Brasilien) und der Universität zu Köln (www.archivbr.de).

Das Projekt beschäftigt sich mit deutschsprachigen Archivbeständen in Brasilien, welche bis heute nur unzureichend erforscht sind. Die Materialien, die sich in Museen, Bibliotheken, Archiven und in Privatbesitz befinden, sind von großem kulturhistorischen wie literaturwissenschaftlichem Interesse und verfügen über ein bislang kaum ausgeschöpftes Potential für eine wissenschaftliche Erschließung. ARCHIV.BR leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Germanistik außerhalb der deutschsprachigen Länder.

Von besonderer Relevanz sind Nachlässe deutschsprachiger Emigranten und Exilanten, die sich in den geisteswissenschaftlichen Diskurs Brasiliens des 20. Jahrhunderts nachhaltig eingebracht haben und damit das für das Projekt grundlegende Konzept eines vernetzten, globalen Denkens bereits praktizierten. Die Erschließung solcher Nachlässe bedeutet auch, dass sich ARCHIV.BR einem neuen Verständnis des Archivs verpflichtet: dem der globalen Archive.

Durch die Erfassung, Systematisierung und Bereitstellung von bislang weitestgehend unbekannten wie ungenutzten Archivalien möchte ARCHIV.BR einen Beitrag zur Stärkung geisteswissenschaftlicher Forschung in Brasilien leisten, wobei insbesondere fortgeschrittene Studierende und Wissenschaftler mit germanistischem und komparatistischen Hintergrund angesprochen werden sollen, die sich mit durch Immigration und Exil bedingten (trans)kulturellen Prozessen beschäftigen. In diesem Sinne versteht sich das Projekt auch als Anreiz zur intensiveren Vernetzung der brasilianischen und deutschen Geisteswissenschaften und als Förderstruktur für germanistische Nachwuchsforschung in Brasilien.

Im Anschluß an die Projektvorstellung erfolgte ein Vortrag von Prof. Dr. Paulo Soethe zum Thema: "Guimarães Rosa als Archivar des „Schicksals“ ? Ein Literat und Diplomat in Brasilien und Hamburg"

 

International Conference

27.05.-29.05.2015

 

 "Transformations in the Global South"

 

Venue: Seminargebäude

At the conference “Transformations in the Global South” in May 2015, academics were brought together who worked on the dynamics of the key thematic research areas – migration and citizenship/labour; commodity chains and changing markets; communicative repertoires. In two round table discussions, three keynote presentations and eight plenary sessions, it was aimed to define the current state of the art, to critically discuss concepts, methods and theories, and to explore future research directions. The conference addressed issues such as current struggles over urban green spaces, shifting patterns of immigration policies, economic challenges and changing communication practices. A particular focus rested on theories, observations and perspectives from the South.

Conference Programme

Further information: http://gssc.uni-koeln.de/node/407

Workshop

15.05.2015

 

 "Charismatic Substances"

 

Venue: Internationales Kolleg Morphomata

This workshop looked at substances with “that elusive something” we call charisma – kinds of matter that, like the political leaders sociologists have long studied, exert a peculiar influence over us, evoke deference and devotion, rearrange our perceptions, upend routines, or become the seeds around which new orders take form.

Contributions traced the charisma of substances to the interstices between their imbrication with human subjectivity – to how their rarity, symbolism or economic value endow them with salience – and the influence that arises from their material properties – to how their shininess, ductility, or medicinal properties give them purchase on our souls and senses.

Thinking substances through charisma opens up novel perspectives on symbolic capital, commodity chains, and power relations; it reintegrates attention to the somatic dimensions of the most abstract social relations and to the instances of material presence that bind our world together.

Workshop Programme

Programm_Charismatic_substances.pdf
(PDF)

Musikveranstaltung

06.02. 2015, 19:00 Uhr

 

Mambo Bigband: Los Banditos de la Salsa 

 

Directed by Jan Schneider and Alfonso Garrido

Im Rahmen der Konferenz "New Orleans and the Global South. Caribbean, Creolization, Carnival" fand am Abend des 6. Februar 2015 die Focus Global South Veranstaltung in der Musikhochschule Köln statt. 

Die Bigband der Hochschule für Musik und Tanz Köln präsentierte sich ganz im Geiste des "King of Mambo", Tito Puente. Es wurden Salsastücke seiner legendären 100sten Platte sowie weitere Titel u. a. von Marvin Santiago und Mario Bauza geboten. Kubanischer Son und Mambo, puertoricanischer Bomba und Elemente des Jazz verbanden sich zu einem unwiderstehlichen Groove, gestützt auf satten Bläsersound und afro-kubanische Perkussion. Die Bigband spielte unter der Leitung von Jan Schneider und Alfonso Garrido.

International Conference

06.-07.02.2015

 

 "New Orleans and the Global South. Caribbean, Creolization, Carnival"

Venue: University of Cologne

Viel wurde über New Orleans geschrieben. Aus Sicht der USA gilt sie als die „unamerikanischste“ Stadt, als „sozio-geographischer Unfall“. Sie wird als karibisch, afro-amerikanisch, französisch oder kreolisch, jedenfalls als exotisch dargestellt. Aus Sicht der traditionellen Frankophonie birgt La Nouvelle-Orléans als ehemalige französische Kolonie ein Stück kulturelles Erbe der Grande Nation, das es zu bewahren gilt. Weitet man den Blick indes über die engen Bahnen einer an nationalen, sprachlichen oder disziplinären Grenzen orientierten Betrachtungsweise und nähert sich der Stadt aus der Perspektive einer Verflechtungs- und Transfergeschichte, die nicht mehr in erster Linie der Zentrums-Peripherie-Logik gehorcht, erscheint sie als Knotenpunkt vielfältiger transarealer Zirkulationsprozesse. Hier überkreuzen sich etwa die Routen des atlantischen Sklavenhandels und der asiatischen Arbeitsmigration, die multiplen Exilerfahrungen der farbigen Kreolen zwischen Haiti, Kuba, New Orleans, Paris und Mexiko oder auch die ideellen wie materiellen Bewegungsströme zwischen den beiden Amerikas.
Dieses Potential New Orleans' zur paradigmatischen Metropole des Globalen Südens wollte die Tagung ausloten. Im Fokus standen verschiedene Formen der kulturellen Kreolisierung, wie sie sich in der Sprache, der Literatur, der Musik, aber auch in Alltagsphänomen wie dem Karneval oder Computerspielen manifestieren. Nicht von ungefähr widmete die Tagung in der Hochburg des deutschen Karneval dessen New Orleanser Pendant, dem Mardi Gras, ein eigenes Panel. Ein weiteres Panel in Kooperation mit der Kölner Musikhochschule beschäftigte sich mit New Orleans als der Wiege des Jazz und wurde von einem Konzert der Mambo Bigband abgerundet.
Neben vielen anderen internationalen New Orleans-Experten sprachen William Boelhower (Baton Rouge, Louisiana), Wolfram Knauer (Jazz Institute Darmstadt), Bill Marshall (Stirling, Scotland), Eugenio Matibag (Iowa State University), Rosary O’Neill (New York), Berndt Ostendorf (Munich). Die Veranstaltung war öffentlich und fand auf Französisch und Englisch statt.

Organized by:

Prof. Dr. Gesine Müller (Köln)
Prof. Dr. Ottmar Ette (Potsdam)

Public Lecture

02.02.2015, 17:30 - 19:00

 

 Prof. Jürgen Schriewer (Berlin): "Comparative Social Science: Characteristic Problems and Changing Problem Solutions"

 

Seminargebäude, Room S22, (Building 106)

The lecture tried to trace some of the fundamental problems that the comparative social and cultural sciences have had to cope with since their emergence and gradual consolidation, in the course of the nineteenth century. To this end, the lecture adopted a historical line of analysis. This approach was meant to throw into relief the succession of constitutive problems, varying problem solutions, resultant follow-up problems, and the corresponding present-day debates.

Public Lecture

„Meet the Expert“

03.02.2015, 10:00-12:00

Discussion Group with Jürgen Schriewer

Seminarraum im Global South Studies Center, Universitätsstraße 22, (Building 111), 1. Etage

In the discussion with Jürgen Schriewer scholars from different disciplines were invited to ask specific questions to the expert, to concentrate on concrete issues and to discuss research challenges.

Workshop

22.-23.01.2015

 

 "Was leistet die Praxistheorie? Anthropologische Perspektiven"

 

Venue: Schloss Wahn, Burgallee 2, 51147 Köln

Die Post-Doc-Forschergruppe „Transformations of Life“ des a.r.t.e.s. Research Lab veranstaltete am 22. und 23. Januar den 2. Workshop zur Frage „Was leistet die Praxistheorie?“ Nachdem im vergangenen Sommersemester sich die Teilnehmer*innen mit dem Thema aus einer soziologischen Sicht beschäftigt haben, trafen sich dieses Mal unter der Leitung und Organisation von a.r.t.e.s.-Juniorprofessor Martin Zillinger und Professor Christian Meyer (Universität Duisburg-Essen) international renommierte Wissenschaftlerinnen, um die Bedeutung und Konsequenzen der „praxistheoretischen Debatte“ für die sozialwissenschaftliche Forschung aus einer ethnologischen Perspektive zu diskutieren.

Vortrag, Filmvorstellung und Diskussion

18.01.2015, 18:00 Uhr

 "Double Feature zu Bayume Mohamed Husen: eine tansanisch-deutsche Biographie in Buch und Film"

 

Venue: Filmforum im Museum Ludwig

Treu bis in den Tod

Von Deutsch-Ostafrika nach Sachsenhausen. Eine Lebensgeschichte. Kurzpräsentation von Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst, Universität zu Köln, Autorin der Biografie von B.M. Husen

MAJUBS REISE

Dokumentarfilm von Eva Knopf, Deutschland 2013, 48 min.

Die Biografie von Bayume Mohamed Husen (1904-1944) macht wie kaum eine andere die Komplexität und Ambivalenz der deutsch-tansanischen kolonialen Begegnung greifbar. Husen stand als Kind im Dienst der Deutschen Schutztruppe in „Deutsch-Ostafrika“ (heute Tansania). 1929 migrierte er nach Deutschland, wo er sich in der Gastronomie, als Sprachlektor und Schauspieler - u.a. in Filmen mit Hans Albers und Zarah Leander - verdingte. In Berlin gründete er eine Familie mit einer deutschen Frau - wegen „Rassenschande“ wurde er 1941 ins KZ Sachsenhausen interniert, wo er 1944 starb.

Die Kölner Afrikanistin Marianne Bechhaus-Gerst hat intensiv zu den Lebenswegen von AfrikanerInnen gearbeitet, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert nach Deutschland migrierten. 2007 legte sie eine Biografie von B.M. Husen vor. Sie erinnert darin nicht nur an die eindrückliche Lebensgeschichte Husens, sondern stellt auch methodische Fragen: Wie kann man eine afrikanische Biografie einerseits aus dem "kolonialen Archiv" und andererseits durch zeitgenössische Oral-History-Forschung rekonstruieren? Diese Frage greift auch die Filmemacherin Eva Knopf in ihrem Film MAJUBS REISE von 2013 auf. Ihr Ausgangspunkt sind jedoch weniger historische Dokumente, sondern sie befragt vor allem das visuelle Archiv wie etwa die populären deutschen Filme, in denen die Figur Majubs sichtbar wird bzw. erstaunlich unsichtbar bleibt. Der Abend stellte zwei biografische Annäherungen vor, die nicht nur unterschiedliche mediale Zugänge eröffneten, sondern auch ganz allgemein die Schwierigkeit thematisierten, afrikanische Lebenswege in der Kolonialzeit und im Nationalsozialismus nachzuzeichnen.

Anschließend fand eine Diskussion mit Marianne Bechhaus-Gerst und Eva Knopf statt.

Moderation: Larissa Förster und Anja Dreschke

Eintritt: frei

Die Veranstaltung wurde von „meshwork. experiments in media, art and anthropology“, FilmInitiativ Köln e.V., dem Internationalen Kolleg Morphomata und der Competence Area IV der Universität zu Köln realisiert. 

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  • Programm
Programm der Veranstaltung
VeranstaltungMeshwork_18Januar2015.pdf
(PDF)

Workshop/ Seminar

17.01.2015, 10-14 Uhr

 "Eine neue Wende? Die Ontologie-Debatte in den Geistes- und Sozialwissenschaften" 

 

Venue: S 100 - IBW-Gebäude, Herbert-Lewin-Str. 2, Köln

Seit ca. Mitte der 1990er Jahre haben eine Reihe von Ethnologen und Sozialwissenschaftlern mit unterschiedlichen thematischen und regionalen Schwerpunkten zu einer theoretischen Debatte beigetragen, die zunehmend als ‚ontologische Wende‘ bezeichnet wird. Im Workshop berichteten Amiria Salmond und Guido Sprenger kurz aus ihrer eigenen Forschung. Im Anschluss daran wurden zentrale Aussagen und Begriffe aus der Ontologiedebatte aufgegriffen und kritisch hinterfragt. Die Frage, ob es sich bei dem ‚ontological turn‘ um einen grundlegenden Paradigmenwechsel handelt, bildete dabei den Rahmen der Diskussion.